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Wir werden eine Friedensstifter-Schule

Implementierungsprozess Schuljahr 2017/2018

„Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5, 9)

 

Diese biblische Aussage bildet die Grundlage für das friedenspädagogische Profil der Schulen der Schulstiftung. Die Schulen sollen im Rahmen ihres christlichen Auftrages Vorbild darin sein, die ihnen Anvertrauten darin zu stärken, wie sie in Frieden – zufrieden - miteinander leben können. Mit dieser Zielsetzung folgen die Stiftungsschulen einer Empfehlung der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden. Diese hat im Rahmen eines umfassenden Beschlusses zur friedensethischen Neuorientierung auf dem Weg zu einer „Kirche des gerechten Friedens“ auch die Schulen der Schulstiftung mit der Umsetzung der Friedenspädagogik beauftragt.

 

Leitgedanke der Stiftungsschulen:

Ein friedliches Miteinander ist innerhalb der Schulen gleichzeitig Voraussetzung und Ziel für eine gute und zielorientierte Bildungs- und Erziehungsarbeit. D.h. friedenspädagogisches Denken und Handeln, das sich an der biblischen Friedensbotschaft orientiert, ist durchgängiges Prinzip. Die Stärkung der emotionalen und sozialen Kompetenzen sowie das soziale Lernen stehen im Mittelpunkt. Die Förderung der gegenseitigen Wertschätzung und Achtsamkeit ist zentrales Thema. Streit, Konflikte und Gewalt werden thematisiert und Möglichkeiten des Umgangs und der Bewältigung erprobt.

 

Friedensbildung:

Bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema haben wir festgestellt, dass verschiedene Bereiche der Friedensbildung an unserer Schule bereits umgesetzt und gelebt werden.

Mit der Sozialstunde und dem Klassenrat setzen wir als Grundschule den zentralen Bereich „Frieden in und mit der Gemeinschaft leben“ um. Diese finden jeweils einmal wöchentlich statt und sind fest in die Klassenstrukturpläne integriert. Schwerpunkte sind dabei die Auseinandersetzung und Einübung des wertschätzenden und achtsamen Umgangs miteinander sowie die Anbahnung verschiedener Konfliktvermeidungs- und Konfliktlösungsstrategien. Das „STOPP-Projekt - Ich sage Stopp und höre auf Stopp“ sowie die Inhalte von „Klasse 2000“ sind wesentliche Bestandteile und Impulsgeber. Das religiöse Profil unserer Schule mit der darin verankerten erlebensnahen Religionspädagogik sowie die gemeinsamen Gottesdienstgestaltungen, Wochenanfangs-, Morgen- und Wochenschlusssegen bieten die Möglichkeit, sich mit den Grundaussagen der biblischen Botschaft zum Thema Frieden auseinanderzusetzen und diese aktiv zu leben. Die dazugehörenden Feste und Feiern eröffnen die Chance Gemeinschaft zu erfahren. Durch die Kooperationsveranstaltungen mit der Kirchengemeinde tragen wir zu gemeinsamen Begegnungen im Stadtteil bei.

Die Friedensaspekte mit der Erde, in der Wirtschaft und zwischen den Völkern sind Bereiche, die im Grundschulbereich nur gestreift werden können. Mit unserem Curriculum zur Schöpfung und dem damit verbundenen Auftrag behutsam und wertschätzend mit ihr umzugehen sowie mit der gelebten Partnerschaft mit der christlichen Schule in Olmos/Peru tragen wir einen Betrag zu diesen Zielsetzungen bei.

Der bewusste Umgang mit den Materialien, die Vorbildfunktion im Essensangebot durch die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten sowie die Mülltrennung und Müllsammelaktion sind weitere Akzente, die wir setzen.

 

Idee zur Implementierung „Friedensstifter-Schule“:

Der Impuls zur Implementierung des Konzeptes Friedensstifter-Schule, das in Nordrhein-Westfalen schon in Grundschulen praktiziert wird, kam durch einen zufälligen Kontakt mit Herrn Maaß, von der Arbeitsstelle Frieden der badischen Landeskirche zustande. Die gemeinsame Idee, dieses Konzept an unserer Schule umzusetzen, war schnell geboren, da es viele Aspekte unserer Grundhaltung des Lebens und Lernens an der Schule verbindet sowie den Elternwunsch nach einer sicheren, gewaltfreien und gesunden Schule aufgreift.

 

Schritte zur Implementierung:

Ein wesentlicher Aspekt bei der Implementierung ist es, dass alle in der Schulgemeinschaft Lebenden mit eingebunden sind. D.h. Kinder, Lernbegleiter, alle weiteren Mitarbeiter sowie die Eltern tragen wesentlich zum Gelingen und zur gelebten Umsetzung bei.

 

Steuergruppe:

In der Steuergruppe sind Vertreter des Lernbegleiterteams, der Eltern sowie der Schulleitung vertreten. Begleitet wird die Steuergruppe von Herrn Maaß, der in enger Abstimmung mit der Schulleitung Impulse für die konzeptionellen Schwerpunkte und deren Umsetzung anregt.

 

Die Steuergruppe setzt sich vertiefend mit den Inhalten auseinander, sammelt Ideen und Vorschläge, die ein gutes Miteinander an der Schule ermöglichen und nachhaltig fördern. Sie erhebt die aktuelle Situation und konkretisiert Umsetzungsschritte.

 

Unsere Zielsetzung als Friedensstifter-Schule:

„Das Friedensstifter-Projekt will, dass alle Menschen in der Schule in Frieden leben können und niemand wegen seiner Herkunft, Religion, Hautfarbe, Kultur, Kleidung, Nationalität, Sprache, Augenfarbe, Geschlecht oder Physis Angst haben muss oder benachteiligt werden.“

 

In der konkreten Umsetzung heißt das für uns und unser gemeinsames Leben an der Schule, dass wir uns mit Respekt und Achtung begegnen und uns in Rücksichtnahme, Sensibilität sowie Achtsamkeit uns und dem anderen gegenüber üben. Wir wollen uns gegenseitig befähigen, die eigenen Potentiale und die des anderen zu entdecken, sie anzunehmen und ihren Wert für die Gemeinschaft wahrzunehmen. Konflikte sollen offen angesprochen, Schritte zur Erkennung und Wahrnehmung sowie zur Bearbeitung und Bewältigung erprobt werden. Wir wollen uns darin üben, miteinander zu sprechen und Gewalt sowohl in Sprache als auch im Tun zu vermeiden, um dadurch Ängste abzubauen.

 

Wir nehmen unsere Schule als Lebensraum zwischen Kindern und Lernbegleitern, Lernbegleitern und Lernbegleitern/weiteren Mitarbeitern sowie Eltern und Lernbegleitern wahr, indem sich verschiedene Wertevorstellungen begegnen. 

Uns ist es bewusst, dass es eine elementare Aufgabe ist, uns in unserer Unterschiedlichkeit anzunähern und die Umsetzung gemeinsam praktiziert werden muss. Es ist unerlässlich, dass alle über den Prozess im Austausch stehen und dass die Implementierung ein dauerhafter Prozess ist, an dem wir stetig weiterarbeiten.

 

Unser Verständnis von Frieden:

Zum Menschen gehören Konflikte. Sie stören die Harmonie, sie sorgen für Spannung. Die EKD-Denkschrift von 2007 versteht Frieden als einen aktiven Prozess, bei dem Gewalt abnimmt und Gerechtigkeit zunimmt.

In unserem Verständnis von Frieden schließen wir uns dieser mittlerweile allgemein gültigen Erkenntnis an.  Frieden ist der Prozess, in dem Beziehungen heil werden können durch die Verbindung von mir zu Gott und von mir zum anderen. Frieden zu stiften ist ein aktiver und anstrengender Prozess, der die Bereitschaft zur Geduld, Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Grenzen zu setzen und Bedürfnisse zu klären von jedem einzelnen fordert.

Frieden liegt in uns und außerhalb von uns. Frieden erkennen wir daran, dass Menschen miteinander reden und einander zuhören, sich nicht wehtun, sich in Gewaltlosigkeit begegnen und Kompromisse finden. Frieden bedeutet zu wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind und…………………… vieles mehr.

 

Motto des Monats:

Die Kinder unserer Schule bewegen sich in unterschiedlichen Sozialräumen (Familie, Schule, Freunde, Verein) und nehmen dort auch unterschiedliche Rollen ein. Alle Sozialräume zeigen unterschiedliche Wertesysteme und stellen somit unterschiedliche Erwartungen an die Kinder. Im Rahmen unseres Friedensstifterkonzeptes wollen wir den Kindern eine Konstante für den Lebensraum Schule geben. Mit Hilfe des „Mottos des Monats“ sollen die Kinder Ideen für einen höflichen und wertschätzenden Umgang kennenlernen, der die Voraussetzung für ein zufriedenes und gelingendes Miteinander ist. Ausgehend von dem Impuls „ich setze das Motto des Monats um“ sollen die Kinder erkennen, dass sie mit der positiven Einzelhaltung dazu beitragen, innerhalb der Schulgemeinschaft eine Wohlfühlatmosphäre entstehen zu lassen.

 

Gelebte und geplante Mottos des Monats:

Ich sage Bitte und Danke

Ich bin achtsam und wertschätzend

 

Wir werden Sie hier fortlaufend informieren.

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